Philipp Öttl # 65
Philipp Öttl # 65

Philipp Öttl gewinnt ersten Grand Prix

 

 

 

In Jerez de la Frontera fand traditionell das erste Europarennen zur Motorrad Weltmeisterschaft statt. Die 4,5 km lange Strecke in Andalusien ist allen WM Teilnehmern bestens bekannt. Auf keiner anderen Strecke werden mehr Testfahrten durchgeführt. Nach zwei Punktelosen Rennen, gab es für Philipp Öttl vom Team Südmetall Schedl GP Racing mit Rang sechs in Austin, dass erste positive Resultat. Nur um 0,2 Sekunden verfehlte er das Podium. In Jerez plante der 22-jährige seine Aufholjagd fortzusetzen. Dies unterstrich er gleich mit einen dritten Rang im ersten Training. Der Fokus lag in den freien Trainings auf einer gute Rennabstimmung. Erst im Qualifying zeigte der KTM Fahrer seine Fähigkeiten über eine  Runde. Zur Halbzeit fuhr er eine überragende Bestzeit und distanzierte den zweiten um eine halbe Sekunde. Im weiteren Verlauf gelang es nur einen Fahrer diese Zeit um eine zehntel Sekunde zu unterbieten. Somit startete der Ainringer zum dritten mal bei einen WM Lauf aus der ersten Startreihe. Philipp startete gut ins Rennen und legte die ersten beiden Runden auf Rang drei zurück. Dann kollidierte er mit einen Konkurrenten und rutschte auf Platz sechs ab. Innerhalb der nächsten neun Runden kämpfte er sich bis an die Spitze nach vorne. 18 Fahrer fuhren innerhalb von drei Sekunden um die Plätze. Erst als Philipp das Tempo anzog, verkleinerte sich der Führungspulk auf die Hälfte. In den letzten zwölf Runden überquerte der einzige Deutsche Teilnehmer zehn mal als erster die Ziellinie. In den letzten drei Runden konnte sich Philipp mit einen weiteren Fahrer etwas von der Gruppe lösen und es entfachte ein Zweikampf bis zur Ziellinie. Der Bayer verteidigte geschickt, behielt die Nerven und überquerte mit 0,05 Sekunden hauchdünn als erster die Ziellinie. Es war der erste Grand Prix Sieg für einen Deutschen Fahrer seit fünf Jahren. In der Gesamtwertung verbesserte er sich auf den fünften Rang. Der nächste WM Lauf findet in zwei Wochen in Le Mans / Frankreich statt.

 

Philipp Öttl nach dem Rennen:

 

«Ich habe einen guten Start gehabt, aber in der ersten Runde gab es leider gleich eine Feindberührung, ich habe mich aber gleich wieder gut zurückgekämpft» .Dann habe ich das Rennen angeführt und versucht, das Tempo zu forcieren und anzugreifen. Ich habe die Gruppe dadurch ein bisschen auseinandergezogen, das war mein Plan. Ich habe mein Ding gemacht. Und sobald mich jemand überholt hat, habe ich ihn sofort zurücküberholt. Das hat auch deshalb gut geklappt, weil das Motorrad super abgestimmt war. Das Team arbeitet ausgezeichnet. Wir haben in diesem Jahr zwei neue Mechaniker, aber die Truppe ist so eingeschworen, als seien wir ewig beisammen.»

 

 

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