Erstes Training für Philipp Öttl auf der Ducati Panigale

Sieben Wochen nach dem letzten Rennen zur Supersport Weltmeisterschaft in Indonesien, ist Philipp Öttl auf die Rennstrecke zurückgekehrt. Drei Tage hatte der 25-jährige in Jerez de la Frontera die Möglichkeit, mit seiner Ducati Panigale V4S zu trainieren. Bei perfekten Bedingungen und knapp 20 Grad legte er knapp 500 Kilometer auf seinem Trainingsmotorrad zurück. Dabei steigerte sich der einzige deutsche Teilnehmer der Superbike Weltmeisterschaft kontinuierlich. Priorität hatte die Anpassung des Fahrstils an die 220 PS starke Ducati. Neu waren für Philipp auch die elektronischen Regelsysteme und die Einstellmöglichkeiten. Dennoch gewöhnte sich der Ainringer sehr schnell an sein neues Trainingsmotorrad und entwickelte ein gutes Gefühl für den Grenzbereich. Seine Rundenzeiten waren von Beginn konkurrenzfähig und am Ende auf höchsten Niveau. Nach einigen Tagen pausen setzt Philipp seine Saisonvorbereitung mit einen weiteren Dreitages Training in Jerez fort. Sein erster Test mit seinen Team Go Eleven Ducati findest voraussichtlich im Februar in Portimao statt. Bis dahin will er sich weiter an das Superbike gewöhnen.

 

Philipp Öttl zu seiner ersten Training mit der Ducati Paigale:

„Mit meinen ersten drei Trainingstagen auf der Ducati war ich sehr zufrieden. Wir hatten in Jerez perfekte Bedingungen. Natürlich habe ich noch viel zu lernen. Beim nächsten Training werde ich noch mehr mit gebrauchten Reifen über die Distanz fahren, damit ich verstehe, wie ich meinen Fahrstil an die Leistung und den Reifenverschleiß weiter anpassen muss. Auch wenn meine Rundenzeiten schon ganz gut waren, wird immer noch mehr möglich sein. Ich werde versuchen mich jeden Tag zu verbessern um bestmöglich für meinen ersten Test vorbereitet zu sein.“

Die Weltmeisterschaft von Philipp Öttl in Zahlen

Die Supersport Weltmeisterschaft umfasste in der vergangenen Saison zwölf Veranstaltungen mit 23 Rennen. Nur in Jerez de la Frontera konnte wegen eines tragischen Unfalls in der Klasse Supersport 300, nur ein Rennen stattfinden. Philipp Öttl vom Team Kawasaki Puccetti schloss sein zweites Jahr in der Supersport WM auf dem fünften Gesamtrang ab. Dabei was der einzige Deutsche Teilnehmer der konstanteste Fahrer. Der Ainringer punktete in 22 Rennen. Nur beim zweiten Lauf in Aragon stürzte er in Führung liegend, gleich zu Rennbeginn. Insgesamt stand der 25-jährige sieben Mal auf dem Podium. In Estoril und Assen gelang ihm das in beiden Rennen. Dabei legte er 37 Führungsrunden in acht verschiednen Rennen zurück. Bei neun Rennen startete er aus der ersten Startreihe. In Jerez gelang ihm seine erste Pole Position. Markenintern war Philipp überlegen. Er sammelte 70 Punkte mehr als der Zweitbeste Kawasaki Fahrer. In der Team Wertung belegte sein Team den zweiten Rang.

 

Philipp Öttl zur Saison:

„ Auch meine zweite Saison in der Supersport WM war in Ordnung. Die Konkurrenz ist nochmals härter geworden. Lediglich in den letzten beiden Rennen war ich mit meiner Leistung nicht zu frieden. Es waren viele gute Rennen dabei mit einigen Podiumsrängen. Leider hat es zu keinen Sieg gereicht. In Estoril war ich am nächsten dran. Dafür hätten wir als Team mehr Testen müssen. Die Konkurrenz hat sich weiterentwickelt, bei uns herrschte Stilstand. Meine Leute im Team haben jedoch das maximale gegeben, dafür gilt mein Dank. Ebenso möchte ich mich bei all unseren Sponsoren bedanken. Die meisten begleiten mich schon seit vielen Jahre. Über diese Verbundenheit freue ich mich sehr.“

Philipp Öttl mit Ducati in der Superbike WM

Philipp Öttl übernimmt vom mehrmaligen Vize Weltmeister Chaz Davies die Ducati Panigale V4-RS vom Team Go Eleven ab der Saison 2022.

Nach zwei hervorragenden Saisonen in der Supersport Weltmeisterschaft, wo er elf Podiumsplätze erreichte und die Saison 2020 auf der Kawasaki ZX-6R auf dem dritten Gesamtrang beendete, ist der 25-Jährige bereit für den Sprung in die höchste Kategorie. Philipp Öttl, der viel Erfahrung aus der Moto3 und einem Jahr in der Moto2 mitbringt, war sofort begeistert, als sich ihm die Gelegenheit bot, auf einer Ducati V4-RS in die Superbike WM aufzusteigen. Er ist entschlossen seinen Fahrstil anzupassen und den Aufstiege mit dem Italienischen Team zu meistern. Zwischen den Parteien besteht eine zweijährige Basisvereinbarung für die Saison 2022 und 2023, damit Philipp genügend Zeit hat, sich auf die neue Kategorie einzustellen. Das gemeinsame Ziel ist es, sich Rennen für Rennen zu verbessern und Philipp dabei zu helfen den richtigen Umgang mit der Ducati zu vermitteln. Von der Supersport Klasse bis zum Superbike ist es ein großer Unterschied, aber das Team Go Eleven wird Philipp die maximale  Unterstützung geben und alles Notwendige bereitstellen, um in kürzester Zeit die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Das Team und das gesamte technische Personal können es kaum erwarten, bei den ersten Tests der Saison auf die Strecke zu gehen, Philipp auf der Ducati Panigale V4-RS in Aktion zu sehen und mit der Arbeit für die nächste Saison zu beginnen!

WILLKOMMEN PHILIPP!

 

Philipp Oettl:

„Ich freue mich sehr, dass ich nach zwei erfolgreichen Saisonen in der Supersport Weltmeisterschaft mit Go Eleven den Schritt in die Superbike WM machen kann. Ich hoffe, dass ich schnell lerne, jedoch denke ich, dass dies mit einer guten Gruppe von Leuten und mit Go Eleven als Team möglich ist. Ich habe alle Möglichkeiten, gute Ergebnisse zu erzielen. Go Eleven war immer mein Wunschteam, seit Beginn der Gespräche für 2022. Ich kann es kaum erwarten, erstmals mit der Ducati zu fahren, um so viel wie möglich zu lernen. Ich will in die nächste Saison starten und mich Runde für Runde zu verbessern. Es ist sicherlich etwas Besonderes für einen Hersteller zu fahren, der in der Superbike WM eine so erfolgreiche Historie hat. Ebenso mit Go Eleven, eines der besten und erfahrensten Teams der letzten Jahre.“

 

Denis Sacchetti (Teammanager):

"Philipp hat in den letzten beiden Saisonen in der Supersport WM sehr gute Ergebnisse erzielt. Er ist jung und hat bereits Erfahrung in der Moto2 und Moto3 gesammelt. Nachdem ich ihn persönlich kennengelernt habe, hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Er ist ein sehr zielstrebiger Fahrer und hat bereits eine gute Arbeitsmethode, die sicherlich von seinem Vater Peter, dem großen Protagonisten der Vergangenheit des Motorradsports, weitergegeben wurde. Das ist sicherlich ein Mehrwert, der uns und ihm helfen wird. Dieses Projekt begeistert mich sehr. Es ist sicherlich eine tolle Herausforderung. Ich kann es kaum erwarten ihn auf unserer V4-RS zu sehen und die Arbeit mit ihm zu beginnen. Bei Go Eleven freuen wir uns alle, ihn bei uns zu haben, es spiegelt ein bisschen unsere Philosophie wieder, an junge Menschen zu glauben und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten zu zeigen. Philipp hat in der Supersport WM sein Potential gezeigt und einen Platz in der Superbike WM verdient.“

Willkommen in der Go Eleven-Familie, Philipp!"

 

Giovanni Ramello (Teambesitzer):

„Das Team Go Eleven ist mit dem Einstieg von Philipp Öttl wieder auf seinem Weg und seiner DNA zurückkehrt. Einen jungen Fahrer, in einem mehrjähriges Programm, das es uns ermöglicht, zusammenzuwachsen und zu versuchen, gute Ergebnisse zu erzielen. Ich habe die Leistungen von Philipp immer verfolgt als er in der Supersport WM fuhr und ich muss sagen, dass er mich viele Male positiv beeindruckt hat. Für den Mut, den Fahrstil und die Konkurrenzfähigkeit, die er immer in jedem Rennen gezeigt hat, obwohl sein Motorrad im Vergleich zu den Konkurrenten nicht immer mithalten konnte. Wir werden versuchen alles zu tun, um das hohe Leistungsniveau des Bikes zu sichern und unser Können unter Beweis zu stellen. Wir müssen die Rennen mit dem Spirit von Go Eleven, Professionalität, aber auch Spaß haben. Ich bin überzeugt, dass Philipp, ohne besonderen Druck, uns sein Können bei jedem Rennen zeigen wird und er trotz seines jungen Alters von der großen Erfahrung der letzten Jahre profitieren wird. Ich kann es kaum erwarten, mit der Arbeit für 2022 zu beginnen."

 

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